Verein für Niebüller Geschichte

Engagierte Mitglieder im Geschichtsverein

  Dass es im "Verein für Niebüller Geschichte" zwar eine Menge zu tun, aber auch zu erleben gibt, machte Vorsitzende Beate Jandt während der Jahresversammlung im Sitzungssaal des Niebüller Rathauses in einem ausführlichen Tätigkeitsbericht deutlich. So hatte sich der Geschichtsverein am Programm des Landeserntedanktages in Niebüll in der Christuskirche mit einer 36 Bilder umfassenden Fotoausstellung zum Thema "Reetdachhäuser sind Kulturdenkmale" beteiligt. Anlässlich eines Seniorennachmittags bei der Freiwilligen Feuerwehr Niebüll/Deezbüll hatten die Vorsitzende und ihr Ehemann Wolfgang alte, von Walter Bamberger fotografierte Dias gezeigt. Professor Dr. Manfred Jessen-Klingenberg von Historischen Seminar Kiel war der Referent einer Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Universitätsgesellschaft. Sein Vortrag über die Aufnahme der Flüchtlinge und Vertriebenen in Schleswig-Holstein (1945/1946) weckte bei Betroffenen viele Erinnerungen und wurde, so die Vorsitzende, "von manchem Zuhörer auch reichlich missverstanden".
Aus Anlass der Jubiläumsfeier "100 Jahre Bahnsozialwerk Niebüll" durfte der Vorstand des Geschichtsvereins die historische Fahne des Jubilars in Empfang nehmen. Man hatte sie nicht irgend einem Bahnarchiv in Deutschland einverleiben wollen. Als Dauerleihgabe stellte der DRK-Ortsverband Niebüll dem Geschichtsverein sein Protokollbuch aus dem Jahre 1879 zur Verfügung.
"In unserem Archiv füllen sich die Regale," sagte die Berichterstatterin. Sie spielte damit auf eine gemeinsame, kraft- und zeitaufwändige Aktion der Geschichtsfreunde Guido Tödt und Bernd Lendt an, die innerhalb rund eines Jahres 30 Aktenordner mit 2 700 Fotos zusammengestellt hatten, auf denen alle Niebüller Häuser abgebildet sind. Das Bildmaterial hatte Guido Tödt erstellt, Berndt Lendt digital bearbeitet. Jetzt gelte es, von den Eigentümern der Gebäude noch deren Daten zu erfragen.
Unter der Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden Alfred Schlensag, der zuvor Beate Jandt für ihr stetes Engagement gedankt hatte, wurde diese einmütig wiedergewählt. Ebenfalls ohne Gegenstimmen wurden Dieter Huth (Schriftführer), Günter Friedichsen, Wolfgang Jandt, Ursula Nissen, Albert Panten, Max Petersen, Wolfgang Raloff und Klaus Dieter Thomsen (Beiratsmitglieder) in ihren Ämtern bestätigt.
Maike Geerts wurde neu in den Beirat aufgenommen. Georg Böhm übernahm erneut die Aufgaben des ersten Kassenprüfers.
Karl-Heinz Jans referierte an Hand großformatiger Schaubilder über die bauliche Entwicklung Niebülls von der ersten Erfassung in einem Kataster (1872/3) bis zum Jahre 2005. Wolfgang Jandt las Auszüge aus einem Bericht vom ehemaligen Landrat Dr. Klaus Petersen, der sich mit den besonderen Verhältnissen im einstigen Landkreis Tondern und späteren Südtondern im Hinblick auf kulturelle und gesetzliche Gegebenheiten eingehend befasst hatte.
 


 

Mitglieder des Archivs:
(v.l.) Beate Jandt, Maike Geerts, Heinke Andresen, Max Petersen,
Bernd Lendt, Guido Tödt und Karl-Heinz Jans
 

Januar 2009                    ©Geschichtsverein-Niebüll - Jandt/Knudsen                    Index